Coldreaction - saubere und billige Energie durch kalte Kernreaktion

LENR für den mobilen Einsatz

 

Neben der stationären Anwendung der LENR-Technologie zur Erzeugung von Hitze und Elektrizität spielt deren Einsatz in Fahrzeugen aller Art zukünftig eine große Rolle. LENR ist  die einzige Technologie, mit der Energie "an Bord" erzeugt werden kann. Diese Fähigkeit teilt sie sich mit der Kernspaltung, die in Atom-U-Booten, Flugzeugträgern und Eisbrechern  angewendet wird.  Alle anderen Energielieferanten sind Energieträger oder Energiespeicher, aber keine Energieerzeuger.

Die Hauptinteressenten und "Vorantreiber" an der LENR-Technologie für mobile Einsätze sind das Militär und die Luftfahrt. Das Militär möchte das Problem der Treibstoffversorgung loswerden, denn sie ist die Achillesferse eines jeden mobilen Einsatzes. Weil Kernkraftwerke mit der Technologie der Kernspaltung nur in ganz große Schiffe, wie Flugzeuge und Atom-U-Boote hineinpassen, sucht man dringend nach einer ähnlichen Technologie, die alles (ohne Nachtanken) antreiben kann, vom Panzer über die  Drohne bis zum Schnellboot.

Für die Luftfahrt ist der LENR-Antrieb von entscheidender Bedeutung, weil sie durch das Kerosin in den Flügeltanks ein Großteil der Nutzlast verschenkt.

Sehen wir uns die einzelnen mobilen Anwendungen einmal an, mit denen wir es in der Zukunft zu tun haben werden:

 

Automobilbau

Der Trend geht eindeutig in Richtung Elektromobilität. Die Reichweitenprobleme werden mehr und mehr gelöst, wahrscheinlich durch neue Batterietechnologien. Auch wenn die Batterien immer besser werden, bleiben sie dennoch Energiespeicher und nicht -erzeuger. LENR in die KFZ-Technik zu integrieren ist auf mittlere Sicht technisch machbar. Mittels der SunCell wäre die direkte Erzeugung elektrischen Stromes "an Bord" der Autos möglich, auch wenn die Zelle rund 100 Kilogramm wiegt. Ein Verbrennungsmotor mit Getriebe ist in jedem Fall schwerer. Beim Antrieb mit einem E-Cat-ähnlichen Gerät würde die Elektrizität wahrscheinlich über einen Sterling-Motor erzeugt, vielleicht auch durch eine Turbine. Das der LENR-Antrieb ohne zwischengeschaltete Batteriespeicher auskommt, ist eher unwahrscheinlich, weil die Energieabgabe bisher nicht einfach mit dem "Gasfuß" feinfühlig hochgefahren oder gedrosselt werden kann.

Ich denke, dass der Einsatz der LENR-Technologie enorme regulatorische Hürden wird überwinden müssen. Der Grund dafür ist nicht technisch, sondern eher fiskalisch. Der Staat tut sich heute schon schwer mit der Tatsache, dass man Elektroautos auch zu Hause aufladen kann, denn dabei gehen Steuereinnahmen verloren. Eine Lösung für dieses an Bedeutung gewinnende Problem steht noch aus.  Ein ähnliches Problem gibt es seit jeher  bei Heizöl, welches ja Dieselöl entspricht. Deshalb wird Heizöl eingefärbt und die Nutzung in Automobilen ist strafbar.

Bei der Elektromobilität mit Batterien wird man  vielleicht versuchen, die Ladetechnik zu modifizieren, um Steuereinnahmen generieren zu können. Bei LENR wird das schwierig, es sei denn, man würde die Geräte selbst durch hohe Steuerlasten verteuern.

Der Einbau von LENR-Technologie in Lastkraftwagen wäre übrigens ein "Königsweg". Gewicht und Platz spielen eine weit geringere Rolle als bei PKW.

Die sonst bei der Elektromobilität erforderliche Leichtbauweise würde mit LENR  nicht mehr die alles entscheidende Rolle für die Reichweite spielen. Die Fahrzeuge könnten mit LENR wieder schwerer werden und damit auch billiger, denn Leichtbauweise mit Carbonteilen oder Aluminium verteuert die Herstellung.

 

Luftverkehr

Hier muß man die Flugzeuge mit Tragflächen und die Helikopter getrennt betrachten. Nehmen wir zunächst die Helikopter, weil sie von LENR wohl noch mehr profitieren, als "normale" Flugzeuge. Helikopter sind "Energiefresser" und deswegen für Langstreckeneinsätze weniger geeignet. Bei Helikoptern haben sich Start-Ups gebildet, die Personenbeförderung mit "Multikoptern" anbieten. Weil die Flugdauer mit Batterietechnik bei rund einer halben Stunde liegt, bietet sich diese Technologie nur beim Verkehr zwischen Hochhäusern an. Diese Lufttaxis fliegen ohne Pilot. Versuchsbetriebe gibt es bereits.

Bei Kleinflugzeugen ist ein erster Batterie-betriebener Flug über den Ärmelkanal bereits gelungen.

Bei Großflugzeugen legen sich alle großen Hersteller für die LENR-Technik mächtig ins Zeug. Auch die Kunden machen Druck. Nicht nur, dass sie das teure Kerosin kaufen und mitführen müssen - nein, die Golfstaaten nehmen ihnen mit eigenen Fluggesellschaften auch noch die Kunden weg.

Die amerikanischen Hersteller, wie Boeing und Lockheed können wahrscheinlich im Hintergrund noch auf das LENR-Wissen der NASA und des Militärs zurückgreifen. Airbus muß LENR-Forschung und -entwicklung alleine stemmen, tut das aber auch wohl mit Erfolg.

 

Schiffsantriebe

Für Schiffsantriebe ist LENR ebenfalls erste Wahl. Es gibt keinerlei Gewichts- und Platzprobleme. Zunächst einmal würde der Schiffsverkehr zurückgehen, weil die Rohöltransporte entscheidend abnehmen würden. Als nächstes würden der Suez-Kanal und der Panamakanal an Bedeutung verlieren, weil der billige LENR-Antrieb Umwege entscheidend verbilligt. Diese Erscheinung war schon beim letzten Verfall der Rohölpreise zu beobachten.

Desweiteren könnten Schiffe mit LENR-Antrieben wieder kleiner und auch schneller werden. Schnelle Fahrten sind "Sprit-fressend", was bei LENR nicht mehr eine so große Rolle spielt. Der Gigantismus im Schiffsbau fände ebenfalls ein Ende, weil die sparsamen Riesen-Motoren nicht mehr nötig wären. Der Schiffsverkehr könnte insgesamt schneller und bedarfsorientierter werden, weil viel mehr kleinere und schnellere Einheiten unterwegs wären.

Die Raumfahrt

Die Raumfahrt hat ein großes Problem: Wenn der Treibstoff einer Rakete verbraucht ist, dann endet auch die Beschleunigung. Wenn man Energieerzeugung jedoch "an Bord" betreiben könnte, dann wäre die Beschleunigung theoretisch endlos: Das Raumschiff wird schneller, schneller und nochmals schneller.

Deshalb rückt mit LENR-Technologie auch der Mars in greifbare Nähe (mit Rückfahrtschein) und die NASA träumt bereits weiter: "Mit LENR ist der Mars nur der erste Halt":


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